Viele Menschen sind heute unsicher, manche ratlos.
Gibt es verbindliche Maßstäbe für unsere Entscheidungen?
Gibt es unaufgebbare Grundwerte?
Was hat es mit dem Christentum auf sich?
Was müsste an der Kirche anders sein?
Wissen andere Religionen einen besseren Weg?
Im Bund für freies Christentum
wollen Menschen unserer Zeit solche Fragen gemeinsam angehen, Erfahrungen
austauschen, nach Lösungen suchen, einander helfen. Sie bejahen die
christliche Überlieferung, wollen aber nicht unkritisch am
Alt-Hergebrachten festhalten.
Der Bund für Freies Christentum
versteht sich als "Forum für offenen religiösen Dialog".
Er ist ein Zusammenschluss überwiegend protestantischer Christen, die sich
für eine persönlich verantwortete, undogmatische, weltoffene Form des
christlichen Glaubens einsetzen und dabei ein breites Spektrum von Auffassungen
zu integrieren suchen. Ein interreligiöser Dialog ist sein besonderes
Anliegen.
Der Bund für Freies Christentum sucht christliche Freiheit in vier
Schwerpunkten zu fördern:
1. Freiheit von allen "dogmatischen" Fixierungen, die Menschlichkeit
und offenes Miteinander hindern;
2. Freiheit zur Aneignung der christlichen Überlieferung in der Weise,
dass der "Geist" Vorrang hat vor dem "Buchstaben" (2.
Korinther 3,6 und 17);
3. Freiheit des Gewissens und der Religionsausübung innerhalb wie
außerhalb der Kirche, im eigenen Einflussbereich wie weltweit;
4. Freiheit, Menschen anderen Glaubens lernbereit und ohne
Berührungsängste zu begegnen:
mit dem Ziel, sich gegenseitig näher zu kommen und einander besser zu
verstehen,
im gemeinsamen Offensein für den unbedingten Grund der Wahrheit.
Der Bund für Freies Christentum
wendet sich an alle, die der Kirche angehören, und steht denen offen, die
sich aus ernsthaften Gründen von ihr getrennt haben, am Christentum jedoch
in ihrer Weise festhalten wollen;
gibt die Zeitschrift "Freies Christentum. Auf der Suche nach neuen
Wegen" heraus; sie erscheint zweimonatlich mit Aufsätzen,
Besinnungen, Informationen und Diskussionen zu religiösen Themen;
beteiligt sich mit den Arbeitstexten "Forum Freies Christentum", die
in loser Folge erscheinen, am theologischen, religionswissenschaftlichen und
religionsphilosophischen Gespräch;
veranstaltet Jahrestagungen über zentrale Fragen der Religion in unserer
Zeit;
lädt je nach Möglichkeiten zu regionalen Zusammenkünften und
Vorträgen ein;
weiß sich über den "Weltbund für Religiöse
Freiheit" (IARF) zusammengehörig mit freiheitlich gesinnten
Gemeinschaften und Einzelpersonen aus verschiedenen Religionen in aller Welt;
steht in Kontakt mit verwandten Gruppen, vor allem mit solchen, die im Dialog
zwischen den Religionen oder in der gemeinsamen Friedensarbeit der Religionen
aktiv sind oder die das Werk von Albert Schweitzer, Paul Tillich und Ernst
Troeltsch pflegen;
unterstützt ideell und publizistisch Personen, Initiativen,
Forschungsvorhaben und Gruppen, die sich um religiöse Erneuerung und
geistige Freiheit bemühen.
Auf der Seite Grundsätze können Sie
die öffentlichen Verlautbarungen und Erklärungen des Bundes für
Freies Christentum nachlesen.